VORWORT 

           

Martin Drechsler, der neue Pfarrer der Gemeinden

Hl. Familie-Hüttenberg und Maria Königin-Oberkleen

stellt sich vor

Liebe Mitchristen in den Gemeinden!

Zum 15. Oktober hat mich Bischof Franz Kamphaus von Limburg zum neuen Pfarrer der beiden Gemeinden Hl. Familie-Hüttenberg und Maria Königin-Oberkleen ernannt. Die Person des Pfarrers kann ganz unterschiedlich gesehen werden; manchmal wird diese Person auch ganz unterschiedlich erlebt. Das Kirchenrecht schreibt zwar über den Pfarrer: „Der Pfarrer ist der eigene Hirte der ihm übertragenen Pfarrei; er nimmt die Seelsorge für die ihm anvertraute Gemeinschaft unter der Autorität des Diözesanbischofs wahr, zu dessen Teilhabe am Amt Christi er berufen ist, um für diese Gemeinschaft die Dienste des Lehrens, des Heiligens und des Leitens auszuüben ...“(c. 519), aber insgesamt ist doch zu sehen, dass wir alle als Getaufte als pilgerndes Volk Gottes unterwegs sind, also auch ich als Pfarrer. Deshalb trifft das Zweite Vatikanische Konzil die Sache besser, wenn es schreibt: „So ist die Kirche der Schafstall, dessen einzige und notwendige Tür Christus ist (Joh 10, 1-10). Sie ist auch die Herde, als deren künftigen Hirten Gott selbst sich vorherverkündigt hat.“ (LG 6) So gehöre ich also auch in diesen Schafstall. Wer ist nun also der Neue in diesem Schafstall? 

Mein Weg

Geboren wurde ich in Limburg an der Lahn, wo ich in der Pallottinerpfarrei St. Marien meine Kinder- und Jugendzeit verbrachte und meinen Schulweg mit dem Abitur beendete. Danach begann ich mein Studium der Theologie in Frankfurt St. Georgen bei den Jesuiten, das ich dann in Luzern (Schweiz) und Freiburg i. Br. Fortsetzte und in Frankfurt beendete. In Frankfurt-St. Bernhard verbrachte ich ein Praktikumsjahr und einige Monate in Jerusalem im Österreichischen Hospiz. Meine Diakonatszeit erlebte ich in Lahnstein-St. Martin. 1997 wurde ich zum Priester geweiht und war sodann Kaplan in drei Westerwaldgemeinden (Herschbach-St. Anna, Mariä Geburt-Marienhausen und Mariä Himmelfahrt-Marienrachdorf) und zuletzt (seit August 2000) in unmittelbarer Nachbarschaft in Wetzlar am Dom und in Niedergirmes-St. Walburgis. Somit ist mir nicht alles ganz neu, obwohl es wahrscheinlich noch sehr viel für mich zu entdecken gibt. 

Meine Hoffnung

Dies ist meine erste Stelle als Pfarrer; deshalb werde ich in vielem noch ungeübt und unerfahren auftreten. Ich freue mich aber, denn in jedem Anfang liegt ein Zauber (vgl. Hesse). Vor allen Dingen gehe ich diesen Weg ja nicht allein, sondern Sie als Menschen dieser Gemeinden gehen mit. So möchte ich Sie ermuntern, dass wir diesen Weg spürbar (begleitend, stützend, tragend ...) miteinander gehen uns so Gemeinde leben und er-leben in gemeinsamer Beziehung und Begegnung zu unserem guten Hirten Jesus Christus. 

Unser Weg

So werde ich am Sonntag, den 26. Oktober um 15.00 Uhr durch Bezirksdekan Peter Kollas in der Pfarrkirche zu Hüttenberg als Pfarrer eingeführt. Dort können Sie mich dann auch sehen. Darüber hinaus hoffe ich aber, dass wir uns auch in den Gruppen der Pfarreien wiedersehen; vielleicht auch in Gruppen, die es heute so noch nicht gibt, die aber die Lebendigkeit einer Gemeinde ausmachen. Helfen Sie mit und teilen Sie mir auch Ihre Ideen und Gedanken mit. Denn nur so können wir Kirche im 21. Jahrhundert missionarisch leben und vielen Menschen unserer Zeit vielleicht noch ein Bekenntnis von Jesus Christus mitgeben.

Des weiteren kann ich nur ermuntern an der demnächst stattfindenden Pfarrgemeinderatswahl (So. 09.11.03) aktiv teilzunehmen. Überlegen Sie, ob Sie nicht eine Kandidatin/ein Kandidat sein könnten. Machen Sie bitte auch rege von ihrem Wahlrecht Gebrauch –Briefwahl ist auch möglich.

 So lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam mit dem Segen Gottes gehen.

Ihr Martin Drechsler

 

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